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Thursday, 6. August 2026
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Demokratie & Zivilgesellschaft

Drei Jahrzehnte gegen Rechts: Pfadfinder kämpft in MV

Michael Steiger engagiert sich seit Jahrzehnten im Pfadfinderbund Mecklenburg-Vorpommern gegen Rechtsextremismus und zeigt damit, dass zivilgesellschaftliches Engagement im ländlichen Raum langfristig Wirkung entfalten kann. Sein Beispiel belegt, dass niedrigschwellige Strukturen vor Ort, die nah an jungen Menschen arbeiten, eine der stärksten Formen demokratischer Bildung sind. Solche kontinuierlichen Engagements stärken den gesellschaftlichen Zusammenhalt besonders dort, wo staatliche Angebote oft fehlen.

Langfristiges zivilgesellschaftliches Engagement gegen Rechtsextremismus stärkt demokratische Strukturen von unten – besonders in Regionen, in denen staatliche Angebote dünn gesät sind. Steiger steht für eine Generation von Aktiven in Ostdeutschland, deren Arbeit selten bundesweite Aufmerksamkeit bekommt, aber täglich gesellschaftlichen Zusammenhalt sichert. Für eine offene Gesellschaft sind solche Menschen unverzichtbar – und sie brauchen sichtbare Anerkennung statt Vereinzelung.

Mecklenburg-Vorpommern ist strukturell eines der schwierigsten Bundesländer für Antifaschismusarbeit: AFD-Hochburg, dünne Förderstrukturen, weite Wege. Engagierte wie Steiger zeigen dennoch, dass Kontinuität möglich ist. Sein Ansatz über die Pfadfinderbewegung – also über Jugendarbeit und Gemeinschaft statt Konfrontation – könnte Modellcharakter für ähnliche Strukturen in der Region haben. Die Frage ist, wie solche Einzelkämpfer besser vernetzt und unterstützt werden können.