DRK fordert besseren Bevölkerungsschutz und mehr Geld für Freiwillige
Ein funktionierender Bevölkerungsschutz ist keine abstrakte Sicherheitsfrage – er entscheidet darüber, wer in einer Krise Hilfe bekommt und wer nicht. Wer auf Freiwillige setzt, muss diese auch fair entlohnen: Das Taschengeld im Freiwilligendienst ist kein Luxus, sondern eine Frage sozialer Gerechtigkeit, denn unbezahltes Ehrenamt können sich viele Menschen schlicht nicht leisten. Eine starke Zivilgesellschaft braucht materielle Grundlagen, keine bloßen Appelle.
In Mecklenburg-Vorpommern, wo ländliche Gebiete oft weit von professionellen Rettungsdiensten entfernt liegen, ist die Freiwillige Feuerwehr und das Ehrenamt im Katastrophenschutz keine Option – sondern unverzichtbare Infrastruktur. Wenn Freiwilligendienste schlecht bezahlt werden, ziehen sich genau jene Menschen zurück, die es sich nicht leisten können, umsonst zu arbeiten: Menschen aus einkommensschwachen Verhältnissen, junge Leute aus dem Osten. Eine Verdoppelung des Taschengeldes wäre ein erster Schritt, der auch in MV spürbar werden würde.