Ebola in Kongo: US-Politik schwächt globale Gesundheitsvorsorge
Funktionierende internationale Gesundheitsstrukturen schützen alle Menschen weltweit vor Pandemien – auch in Europa und Deutschland. Der politische Rückzug der USA aus WHO und USAID zeigt, wie schnell multilaterale Sicherheitsnetze durch einzelne Regierungsentscheidungen beschädigt werden können. Für eine offene Gesellschaft ist es entscheidend, dass Regierungen Rechenschaft für die Konsequenzen ihrer außenpolitischen Entscheidungen übernehmen, statt Verantwortung zu verschieben.
Der Ausbruch verdeutlicht die Fragilität globaler Gesundheitsarchitektur, wenn Schlüsselgeber wie die USA ausfallen. Europa und Deutschland stehen vor der Frage, ob und wie sie die entstandenen Finanzierungslücken im globalen Gesundheitssystem füllen können. Investitionen in internationale Gesundheitsvorsorge sind keine Entwicklungshilfe aus Wohlwollen, sondern strategische Eigenvorsorge gegen zukünftige Pandemien.