EEG-Reform: Solarausbau unter Druck – was auf dem Spiel steht
Eine Energiepolitik, die Kosten senkt, indem sie den Ausbau erneuerbarer Energien bremst, verlagert die Lasten auf zukünftige Generationen und gefährdet langfristige Versorgungssicherheit. Gerade für einkommensschwache Haushalte und ländliche Regionen ist eine dezentrale, günstige Energieversorgung durch Solaranlagen und Bürgerenergiegenossenschaften ein zentraler Baustein sozialer Teilhabe. Beschränkungen im EEG könnten genau jene Akteure treffen, die von der Energiewende am stärksten profitieren könnten.
Mecklenburg-Vorpommern hat mit seinen Flächenpotenzialen für Solar- und Windenergie eine strukturelle Chance, Vorreiter der dezentralen Energiewende zu werden – diese Reform könnte diesen Weg erheblich erschweren. Bürgerenergiegenossenschaften, kommunale Stadtwerke und Agri-PV-Projekte in der Region sind direkt auf stabile EEG-Rahmenbedingungen angewiesen. Eine konstruktive Antwort wäre, Effizienzpotenziale beim Netzausbau und der Digitalisierung zu heben, statt den Zubau zu deckeln. Die Debatte zeigt: Klimaschutz und Kosteneffizienz sind kein Widerspruch, wenn die richtigen Stellschrauben gedreht werden.