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Monday, 14. September 2026
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Wissenschaft & Gesundheit

Energielabel: Wer profitiert wirklich vom ENERGY STAR?

Eine aktuelle Studie zeigt, dass einfache Energieeffizienz-Labels wie das US-amerikanische ENERGY STAR unbeabsichtigte Marktverzerrungen auslösen können: Hersteller optimieren Produkte gezielt auf die Mindestanforderungen für das Zertifikat, anstatt echte Qualitätsverbesserungen anzustreben. Darüber hinaus nutzen Unternehmen das Label offenbar als Instrument zur Preiserhöhung und zur Differenzierung zwischen unterschiedlichen Käufergruppen. Diese Erkenntnisse sind auch für die Verbraucherpolitik in Mecklenburg-Vorpommern relevant, wo einkommensschwächere Haushalte bei energieeffizienten Geräten besonders auf verlässliche Orientierung angewiesen sind. Für Verbraucherinnen und Verbraucher empfiehlt sich daher ein kritischer Blick über das bloße Label hinaus auf unabhängige Produktvergleiche und detaillierte Effizienzwerte.

Das Ergebnis ist gesellschaftlich bedeutsam, weil Energielabel in vielen Ländern als klimapolitisches Instrument eingesetzt werden – auch in der EU. Die Studie mahnt, dass schlecht konzipierte Zertifizierungen nicht automatisch Verbraucher oder das Klima begünstigen, sondern vor allem Unternehmen mit Marktmacht nützen können. Politische Entscheidungsträger sollten Label präziser gestalten und die Marktstruktur berücksichtigen.