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Sunday, 13. September 2026
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Wissenschaft & Gesundheit

Englands Ökoausgleichs-Markt: Erste Ergebnisse enttäuschen

Englands neu eingeführter Biodiversitäts-Ausgleichsmarkt zeigt nach 16 Monaten erste Schwächen: Statt artenreicher Lebensräume wie Feuchtgebiete oder Wälder entstehen vorrangig einfache Graslandflächen. Die Ergebnisse geben Anlass zur kritischen Überprüfung, ob marktbasierte Instrumente allein geeignet sind, ambitionierte Naturschutzziele zu erreichen. Für Mecklenburg-Vorpommern, das ähnliche Ausgleichsregelungen im Baurecht kennt, liefert die Studie wertvolle Hinweise darauf, dass Qualitätsstandards und Kontrolle entscheidend für den tatsächlichen Naturschutznutzen sind.

Solche Biodiversitätsmärkte gelten weltweit als vielversprechendes Instrument, um die Finanzierungslücke im Naturschutz zu schließen und internationale Ziele wie das '30×30'-Abkommen von Kunming-Montreal zu erfüllen. Die Studie zeigt aber, dass marktbasierte Ansätze ohne strenge Qualitätsvorgaben dazu neigen, die einfachsten und günstigsten Lösungen zu bevorzugen – zum Nachteil der tatsächlichen Artenvielfalt. Gesellschaftlich bedeutet das: Gut gemeinte Naturschutzpolitik kann ins Leere laufen, wenn die Ausgestaltung der Märkte nicht sorgfältig kontrolliert wird.