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Monday, 14. September 2026
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Demokratie & Zivilgesellschaft

Erster Kinderrechtegipfel in Kiel: Kinder fordern ihr Recht

In Kiel fand der bundesweit erste Kinderrechtegipfel statt, bei dem Kinder und Jugendliche ihre Anliegen zu Bildung, Schutz und politischer Mitsprache konkret formulierten. Das Format macht deutlich, dass Kinderrechte keine Gunst der Erwachsenen sind, sondern einklagbare Ansprüche. Solche Beteiligungsformate stärken demokratische Strukturen von früh an und könnten als Modell für andere Bundesländer dienen – auch für Mecklenburg-Vorpommern, wo Kinder und Jugendliche aus strukturschwachen Regionen oft besonders wenig Gehör finden.

Demokratie beginnt nicht mit dem 18. Geburtstag. Wenn Kinder lernen, ihre Rechte zu benennen und einzufordern, stärkt das langfristig die Zivilgesellschaft – weil zukünftige Erwachsene wissen, dass Teilhabe kein Privileg ist. Besonders für Kinder aus einkommensschwachen Verhältnissen oder aus Familien ohne politische Ressourcen ist solche strukturelle Sichtbarkeit entscheidend.

Gipfel dieser Art können ein konkretes Modell für andere Bundesländer werden – auch für Mecklenburg-Vorpommern, wo Kinderarmut überdurchschnittlich hoch ist und Kinderstimmen in der Kommunalpolitik kaum gehört werden. Die Frage ist: Wer setzt das Format in die Tat um, und welche Kinder kommen überhaupt an den Tisch? Ohne gezielte Einbeziehung von Kindern aus marginalisierten Verhältnissen bleibt ein solcher Gipfel gut gemeint, aber zu eng gedacht.