Erster Kinderrechtegipfel in Kiel: Kinder fordern ihr Recht
Demokratie beginnt nicht mit dem 18. Geburtstag. Wenn Kinder lernen, ihre Rechte zu benennen und einzufordern, stärkt das langfristig die Zivilgesellschaft – weil zukünftige Erwachsene wissen, dass Teilhabe kein Privileg ist. Besonders für Kinder aus einkommensschwachen Verhältnissen oder aus Familien ohne politische Ressourcen ist solche strukturelle Sichtbarkeit entscheidend.
Gipfel dieser Art können ein konkretes Modell für andere Bundesländer werden – auch für Mecklenburg-Vorpommern, wo Kinderarmut überdurchschnittlich hoch ist und Kinderstimmen in der Kommunalpolitik kaum gehört werden. Die Frage ist: Wer setzt das Format in die Tat um, und welche Kinder kommen überhaupt an den Tisch? Ohne gezielte Einbeziehung von Kindern aus marginalisierten Verhältnissen bleibt ein solcher Gipfel gut gemeint, aber zu eng gedacht.