Erstmals menschliche DNA an prähistorischer Höhlenkunst entdeckt
Dieser Fund erweitert das wissenschaftliche Verständnis menschlicher Frühgeschichte grundlegend und macht Kulturerbe als genetisches Archiv sichtbar. Er zeigt, dass Höhlenkunst nicht nur als Bild, sondern als biologisches Dokument ihrer Schöpferinnen und Schöpfer gelesen werden kann, was den gesellschaftlichen Wert des Schutzes prähistorischer Stätten neu begründet.
Die Methode, alte DNA von Kunstobjekten zu gewinnen, könnte künftig weltweit an weiteren archäologischen Stätten angewendet werden und das Fachgebiet der Archäogenetik revolutionieren. Für Forschungseinrichtungen wie die Universität Rostock oder Greifswald bietet sich hier ein spannendes Anschlussfeld, da Norddeutschland ebenfalls reich an prähistorischen Felszeichnungen und Megalithgräbern ist. Die Erkenntnisse könnten zudem die Wissenschaftskommunikation über menschliche Migration und Besiedlungsgeschichte stärken.