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Wednesday, 23. September 2026
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Wissenschaft & Gesundheit

Erstmals menschliche DNA an prähistorischer Höhlenkunst entdeckt

Forschende haben erstmals menschliche DNA an prähistorischer Höhlenkunst nachgewiesen, die einer Jäger-Sammler-Gruppe von vor mehr als 5000 Jahren zugeordnet werden kann. Dieser Durchbruch eröffnet neue Wege, um prähistorische Künstlerinnen und Künstler direkt zu identifizieren und ihre Lebensweise zu rekonstruieren. Die Methode könnte künftig auch die Erforschung anderer archäologischer Stätten grundlegend verändern.

Dieser Fund erweitert das wissenschaftliche Verständnis menschlicher Frühgeschichte grundlegend und macht Kulturerbe als genetisches Archiv sichtbar. Er zeigt, dass Höhlenkunst nicht nur als Bild, sondern als biologisches Dokument ihrer Schöpferinnen und Schöpfer gelesen werden kann, was den gesellschaftlichen Wert des Schutzes prähistorischer Stätten neu begründet.

Die Methode, alte DNA von Kunstobjekten zu gewinnen, könnte künftig weltweit an weiteren archäologischen Stätten angewendet werden und das Fachgebiet der Archäogenetik revolutionieren. Für Forschungseinrichtungen wie die Universität Rostock oder Greifswald bietet sich hier ein spannendes Anschlussfeld, da Norddeutschland ebenfalls reich an prähistorischen Felszeichnungen und Megalithgräbern ist. Die Erkenntnisse könnten zudem die Wissenschaftskommunikation über menschliche Migration und Besiedlungsgeschichte stärken.