EU-Abgeordnete wollen AfD-Europapartei ESN verbieten lassen
Wenn eine EU-Aufsichtsbehörde Grundrechtsverstöße bei einer ganzen Parteifamilie feststellt und das Parlament handelt, ist das kein bürokratischer Vorgang – das ist Demokratie, die sich selbst schützt. Für Menschen, die täglich erleben, wie rechtsextreme Rhetorik den politischen Alltag vergiftet, ist das ein konkretes Signal: Die Institutionen sind nicht blind. Was hier auf EU-Ebene passiert, hat direkte Auswirkungen darauf, wie viel Geld und Legitimität rechtsaußen-Parteien bekommen.
In Mecklenburg-Vorpommern ist die AfD besonders stark – wer hier lebt, weiß, dass das keine abstrakte Debatte ist. Ein ESN-Verbot würde der AfD eine wichtige europäische Vernetzungsstruktur und Fördermittel entziehen. Entscheidend wird sein, ob das fraktionsübergreifende Bündnis im EU-Parlament Bestand hat und ob das Verfahren tatsächlich eingeleitet wird – oder ob es bei der Ankündigung bleibt. Für die Zivilgesellschaft in MV ist das ein Moment, aufmerksam zu bleiben und den Druck auf die eigenen Europaabgeordneten zu erhöhen.