EU-Debatte zur Chatkontrolle geht in die nächste Runde
Verschlüsselte Kommunikation ist kein Luxus für Techniknerds – sie schützt Whistleblower, Journalistinnen, Opfer häuslicher Gewalt und politisch Verfolgte. Wenn staatliche Stellen oder Plattformen mitlesen dürfen, verlieren genau diese schutzbedürftigen Menschen ihre Sicherheit zuerst. Eine offene Gesellschaft braucht das Briefgeheimnis auch im digitalen Raum.
Die Chatkontrolle ist ein Paradebeispiel dafür, wie gut gemeinte Ziele zur Einschränkung von Grundrechten führen können. Das Europaparlament hat den ursprünglichen Vorschlag bereits einmal gestoppt – jetzt kommt er in neuer Form wieder. Zivilgesellschaftliche Organisationen müssen den Druck aufrechterhalten, damit Grundrechte nicht schrittweise durch technische Ausnahmen ausgehöhlt werden.