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Tuesday, 15. September 2026
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Erneuerbare Energien & Klima

EU in der Klimakrise: Mehr als Schadensbegrenzung gefragt

Die EU agiert in der Klimakrise zunehmend reaktiv statt vorausschauend – ein kostspieliger Kurs, der strukturelle Ursachen unberührt lässt. Für Mecklenburg-Vorpommern bedeutet das: Je länger Europa auf konsequente Prävention verzichtet, desto teurer werden Anpassungsmaßnahmen an Küsten, in der Landwirtschaft und bei der Infrastruktur. MV kann hier selbst Impulse setzen, etwa durch den Ausbau von Bürgerenergiegenossenschaften und kommunalen Wärmenetzen, die regionale Wertschöpfung sichern und gleichzeitig den Strukturwandel sozial abfedern. Vorsorge ist schlicht günstiger als Schadensbekämpfung – das zeigen konkrete Zahlen aus der Energietechnik immer wieder.

Eine EU, die nur auf Klimaschäden reagiert statt sie systematisch zu verhindern, verschiebt enorme Kosten in die Zukunft – und diese Kosten tragen überproportional einkommensschwache Haushalte und strukturschwache Regionen. Für eine offene Gesellschaft ist entscheidend, dass Klimapolitik als Vorsorge und nicht als Notfallmanagement verstanden wird, weil nur so soziale Gerechtigkeit und ökologische Nachhaltigkeit zusammenwachsen können.

Für Mecklenburg-Vorpommern als küstennahes Bundesland mit hoher Abhängigkeit von Tourismus und Landwirtschaft ist die Frage, ob Europa präventiv oder reaktiv handelt, unmittelbar existenziell. Kommunale Energieprojekte und Bürgerenergiegenossenschaften in MV könnten stärker von EU-Förderprogrammen profitieren, wenn europäische Klimapolitik tatsächlich auf Prävention ausgerichtet wird. Der Ausbau erneuerbarer Energien in der Fläche ist dabei der konkrete Hebel, der sowohl Klimaschutz als auch regionale Wertschöpfung sichert.