EU-Entwaldungsgesetz: Umsetzung rückt näher, Lücke bei Leder droht
Das EU-Entwaldungsgesetz verbindet Handelsregulierung mit Menschenrechtsschutz und Klimaschutz und zeigt, dass europäische Gesetzgebung globale Wirkung entfalten kann. Die Debatte um Ausnahmen für die Lederindustrie verdeutlicht, wie Lobbyinteressen ambitionierte Umweltgesetze untergraben können – ein Muster, das demokratische Öffentlichkeit und Zivilgesellschaft kritisch beobachten sollten.
Für Europa und Deutschland ist dieses Gesetz ein Präzedenzfall für verbindliche Sorgfaltspflichten in globalen Lieferketten. Eine robuste Umsetzung ohne Leder-Ausnahme würde glaubwürdig signalisieren, dass die EU ihre Klimaziele auch handelspolitisch ernst nimmt. Verbraucher:innen und Unternehmen in der Region erhalten damit klarere Leitlinien für nachhaltige Beschaffung.