EU-Experten empfehlen Social-Media-Verbot für unter 13-Jährige
Kinder und Jugendliche verbringen immer mehr Zeit auf Plattformen, die auf maximale Aufmerksamkeit ausgelegt sind – mit nachweisbaren Auswirkungen auf psychische Gesundheit und Sozialkompetenz. Eine klare Altersgrenze auf EU-Ebene kann Eltern, Schulen und Kommunen ein verlässliches Instrument an die Hand geben, das nicht von nationalen Einzellösungen abhängt. Gleichzeitig braucht jede Regulierung eine starke digitale Bildungskomponente, damit Jugendliche schrittweise zu mündigen Nutzerinnen und Nutzern werden.
Die EU setzt mit dieser Empfehlung einen wichtigen Schritt hin zu einem verbindlichen Rahmen für den Kinderschutz im digitalen Raum. Entscheidend wird sein, ob die Kommission nach der Sommerpause einen konkreten Gesetzgebungsvorschlag vorlegt oder bei weichen Empfehlungen bleibt. Für Demokratie und offene Gesellschaft ist es zentral, dass Regulierung transparent gestaltet wird und zivilgesellschaftliche Akteure – etwa Jugendverbände und Elternorganisationen – einbezogen werden.