EU genehmigt milliardenschwere Klimaschutzverträge für Industrie
Klimaschutzverträge sind ein Schlüsselinstrument, um die Lücke zwischen dem marktwirtschaftlichen Anreiz und dem gesellschaftlichen Ziel der Klimaneutralität zu schließen. Sie können verhindern, dass energieintensive Industrien ins Ausland abwandern und dort ohne Klimaauflagen produzieren – sogenanntes Carbon Leakage. Langfristig sichern sie Industriearbeitsplätze in Deutschland, während gleichzeitig die Emissionen sinken.
Für Mecklenburg-Vorpommern sind Klimaschutzverträge besonders interessant, weil die Region Industriestandorte mit hohem Transformationsbedarf hat – etwa in der Chemieindustrie oder bei der Papierherstellung. Das Instrument könnte helfen, Investitionen in grünen Wasserstoff oder elektrische Prozesswärme anzustoßen, die ohne staatliche Absicherung wirtschaftlich zu riskant wären. Kommunen und regionale Wirtschaftsförderungen sollten jetzt prüfen, welche ansässigen Unternehmen für solche Verträge infrage kommen und wie sie beim Antragsprozess unterstützt werden können.