EU-KI-Regeln: Deepfakes verboten, aber Unternehmen bekommen Aufschub
Deepfake-Pornografie trifft vor allem Frauen und Mädchen – das Verbot von Nudifier-Apps ist deshalb ein konkreter Grundrechtsschutz, kein technisches Detail. Dass die EU gleichzeitig bei anderen KI-Risiken auf Ausnahmen und Aufschübe setzt, zeigt: Wer gut vernetzt und wirtschaftlich stark ist, kann Regulierung hinauszögern. Menschen ohne Lobby – Betroffene von Diskriminierung, Überwachung oder Datenmissbrauch – warten länger auf Schutz.
Die KI-Verordnung der EU ist das weltweit erste umfassende Gesetz zur Regulierung künstlicher Intelligenz und setzt damit einen Präzedenzfall für den Rechtsstaat im digitalen Raum. Lange Übergangsfristen für Unternehmen bedeuten konkret: Hochrisiko-Systeme bleiben noch Jahre ohne vollständige Kontrolle im Einsatz. Für eine demokratische Gesellschaft ist entscheidend, dass technologische Macht durch transparente Regeln begrenzt wird – nicht durch Lobbyerfolge verzögert.