Direkt zum Inhalt
minutentakt.
Wednesday, 23. September 2026
Ticker
International

EU-Kommissarin: Drohnen bedrohen humanitäres Völkerrecht im Kongo

EU-Kommissarin Lahbib hat vor den Vereinten Nationen auf die dramatische humanitäre Lage im Osten der Demokratischen Republik Kongo aufmerksam gemacht und dabei besonders den Einsatz von Drohnen als wachsende Bedrohung für das humanitäre Völkerrecht hervorgehoben. Nach einem persönlichen Besuch in Goma schilderte sie die Realität vor Ort, die Hilfsorganisationen und Verwundete gleichermaßen betrifft. Die Europäische Union engagiert sich für eine konsequentere Durchsetzung internationaler Schutzstandards in aktiven Konfliktgebieten. Dieser Einsatz auf diplomatischer Ebene zeigt, dass Europa bereit ist, Verantwortung für die Stärkung des Völkerrechts zu übernehmen.

Der Schutz des humanitären Völkerrechts ist eine Grundlage für zivilisiertes Miteinander auch in Konflikten und damit ein zentrales Anliegen offener Gesellschaften. Die Debatte um Drohnen in der modernen Kriegsführung berührt grundlegende Fragen zur Rechenschaftspflicht von Staaten und nichtstaatlichen Akteuren sowie zum Schutz von Zivilbevölkerungen weltweit.

Die Rede der EU-Kommissarin auf UN-Ebene zeigt, dass Europa eine aktivere Rolle in der Verteidigung des humanitären Völkerrechts anstrebt. Für Deutschland und Europa ist der Kongo-Konflikt auch deshalb bedeutsam, weil er Fluchtbewegungen antreibt und Fragen zur europäischen Entwicklungs- und Sicherheitspolitik aufwirft. Langfristig könnte eine stärkere EU-Diplomatie in der Region zur Stabilisierung beitragen.