EU-Kommission reformiert öffentliche Vergabe: Sozial statt billig
Öffentliche Beschaffung ist eines der mächtigsten Steuerungsinstrumente des Staates – und bislang wird es zu wenig für Gemeinwohlziele genutzt. Eine Reform, die soziale und ökologische Standards in den Vordergrund rückt, stärkt faire Arbeitsbedingungen, regionale Wertschöpfung und die Klimawende zugleich. Das ist ein struktureller Hebel, der Millionen Bürgerinnen und Bürger spürbar betreffen kann.
Für Mecklenburg-Vorpommern eröffnet eine solche Reform konkrete Chancen: Kommunen und Landkreise könnten bei Bauaufträgen, IT-Beschaffung oder sozialen Dienstleistungen künftig bevorzugt regionale und nachhaltige Anbieter berücksichtigen. Das stärkt die lokale Wirtschaft und kann die Energiewende in der Fläche beschleunigen. Entscheidend wird sein, wie schnell die Reform in nationales und kommunales Vergaberecht überführt wird.