EU-Parlament fordert Ende transnationaler Repression
Transnationale Repression bedroht das Recht auf freie Meinungsäußerung und politisches Asyl als Grundpfeiler offener Gesellschaften – auch in Europa. Eine entschlossene EU-Reaktion sendet ein klares Signal, dass demokratische Staaten nicht als verlängerter Arm autoritärer Regime fungieren und Exilierte aktiv schützen. Für Zivilgesellschaft und Pressefreiheit weltweit wäre ein konsequentes EU-Handeln ein wichtiger Rückhalt.
Die Resolution des EU-Parlaments bildet einen ambitionierten politischen Fahrplan, den die EU-Kommission und die Mitgliedsstaaten nun in verbindliche Schritte übersetzen müssen. Entscheidend wird sein, ob Sanktionen, diplomatischer Druck und Schutzmaßnahmen für Betroffene auch tatsächlich umgesetzt werden – ohne selektive Rücksicht auf wirtschaftliche Interessen. Für Länder wie Deutschland und Mecklenburg-Vorpommern, die selbst Exilierte aus Belarus oder Russland beherbergen, schafft die Resolution rechtliche und politische Orientierung beim Umgang mit grenzüberschreitender Einschüchterung.