EU-Parlament wechselt von Google zu europäischer Suchmaschine
Wer die Suchmaschine kontrolliert, kontrolliert einen wesentlichen Teil dessen, was Menschen im Netz zu sehen bekommen – das ist eine Machtfrage. Ein öffentliches Institutionen wechselt hier bewusst zu einem europäischen Anbieter und sendet damit ein Signal, dass digitale Infrastruktur nicht dauerhaft in den Händen weniger US-Konzerne liegen muss. Für eine offene Gesellschaft ist die Vielfalt digitaler Zugänge genauso wichtig wie Pressefreiheit.
Das EU-Parlament handelt hier als Vorbild: Öffentliche Einrichtungen können durch konkrete technologische Entscheidungen aktiv zur digitalen Unabhängigkeit Europas beitragen. Dieser Schritt könnte andere Parlamente, Behörden und kommunale Verwaltungen ermutigen, ebenfalls europäische Alternativen zu prüfen. Die Frage bleibt offen, ob Qwant qualitativ mithalten kann – und wer sicherstellt, dass auch der neue Anbieter transparent und gemeinwohlorientiert arbeitet.