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Monday, 22. June 2026
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International

EU plant Rohstoffroute durch Afrika zur Unabhängigkeit von China

Die Europäische Union plant eine Eisenbahnverbindung durch den afrikanischen Mineralgürtel, um die Versorgung mit kritischen Rohstoffen langfristig zu sichern. Das Infrastrukturprojekt zielt darauf ab, die starke Abhängigkeit von chinesischen Lieferketten zu reduzieren und Europa eine strategisch eigenständigere Position im globalen Rohstoffwettbewerb zu ermöglichen. Für Deutschland und Mecklenburg-Vorpommern könnte das Vorhaben als Teil einer europäischen Industriepolitik dazu beitragen, die Energiewende und die heimische Produktion zukunftsfähig abzusichern. Afrikanische Partnerländer erhalten dabei die Chance, als gleichwertige Handelspartner in globale Wertschöpfungsketten eingebunden zu werden.

Kritische Rohstoffe wie Lithium, Kobalt und seltene Erden sind Grundvoraussetzung für die Energiewende und die digitale Transformation – eine diversifizierte Versorgung stärkt damit die wirtschaftliche Souveränität ganz Europas. Gleichzeitig eröffnet eine auf Partnerschaft ausgerichtete Zusammenarbeit mit afrikanischen Staaten die Chance, Entwicklung und Infrastruktur auf dem Kontinent zu fördern, anstatt rein extraktive Strukturen fortzuschreiben.

Die EU-Strategie zur Rohstoffsicherung ist eng mit der Fähigkeit verknüpft, europäische Klimaziele tatsächlich zu erreichen, denn ohne ausreichende Mengen an Batteriemetallen und seltenen Erden bleibt die Energiewende auf dem Papier. Für Deutschland und seine Industrieregionen, einschließlich der aufstrebenden Erneuerbaren-Wirtschaft in Mecklenburg-Vorpommern, bedeutet eine gesicherte Rohstoffversorgung mehr Planungssicherheit für Wind- und Solarausbau. Die Frage, unter welchen sozialen und ökologischen Standards der Abbau in Afrika erfolgt, wird über die langfristige Akzeptanz des Projekts entscheiden.