EU reguliert Ferienwohnungen: Mehr Kontrolle für Kommunen
Ferienwohnungen in touristisch attraktiven Regionen verschärfen vielerorts den Wohnraummangel und treiben Mieten in die Höhe – ein Problem, das das Recht auf bezahlbares Wohnen als gesellschaftliches Grundgut unmittelbar berührt. Stärkere kommunale Kontrolle schützt lokale Gemeinschaften und verhindert, dass Plattformökonomie auf Kosten der ansässigen Bevölkerung wächst.
Für Mecklenburg-Vorpommern mit seinen stark touristisch geprägten Küstenregionen ist diese Regulierung besonders bedeutsam: In Gemeinden auf Rügen, Usedom oder in Warnemünde ist der Anteil an Ferienwohnungen bereits so hoch, dass Einheimische kaum noch bezahlbaren Wohnraum finden. Neue EU-Regeln könnten Landkreisen und Gemeinden endlich wirksame Werkzeuge an die Hand geben, um Registrierungspflichten und Obergrenzen für Kurzzeitvermietungen durchzusetzen und so das Gleichgewicht zwischen Tourismus und Lebensqualität der Bevölkerung zu verbessern.