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Thursday, 17. September 2026
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International

EU reguliert Ferienwohnungen: Mehr Kontrolle für Kommunen

Die EU-Kommission plant neue Regulierungen für Kurzzeitvermietungsplattformen wie Airbnb und Booking, um lokalen Behörden mehr Kontrolle über den Ferienwohnungsmarkt zu geben. Kommunen sollen künftig einfacher eingreifen können, wenn Wohnraum dauerhaft dem regulären Mietmarkt entzogen wird. Für Mecklenburg-Vorpommern als tourismusstarkes Bundesland könnte dies besonders relevant sein, da beliebte Küstenregionen wie Rügen oder die Mecklenburgische Seenplatte unter einem angespannten Wohnungsmarkt für Einheimische leiden. Die neuen Regeln könnten dazu beitragen, dass dauerhaft verfügbarer Wohnraum für die lokale Bevölkerung besser gesichert wird.

Ferienwohnungen in touristisch attraktiven Regionen verschärfen vielerorts den Wohnraummangel und treiben Mieten in die Höhe – ein Problem, das das Recht auf bezahlbares Wohnen als gesellschaftliches Grundgut unmittelbar berührt. Stärkere kommunale Kontrolle schützt lokale Gemeinschaften und verhindert, dass Plattformökonomie auf Kosten der ansässigen Bevölkerung wächst.

Für Mecklenburg-Vorpommern mit seinen stark touristisch geprägten Küstenregionen ist diese Regulierung besonders bedeutsam: In Gemeinden auf Rügen, Usedom oder in Warnemünde ist der Anteil an Ferienwohnungen bereits so hoch, dass Einheimische kaum noch bezahlbaren Wohnraum finden. Neue EU-Regeln könnten Landkreisen und Gemeinden endlich wirksame Werkzeuge an die Hand geben, um Registrierungspflichten und Obergrenzen für Kurzzeitvermietungen durchzusetzen und so das Gleichgewicht zwischen Tourismus und Lebensqualität der Bevölkerung zu verbessern.