EU überweist weitere 1,5 Milliarden Euro an Ägypten
Die EU-Partnerschaft mit Ägypten berührt grundlegende Fragen über den Umgang Europas mit Migration und die Bedingungen, unter denen Drittstaaten finanziell unterstützt werden. Für eine offene Gesellschaft ist dabei entscheidend, ob solche Zahlungen an rechtsstaatliche Standards und den Schutz von Menschenrechten geknüpft sind. Transparente Konditionen und parlamentarische Kontrolle solcher Abkommen stärken das demokratische Vertrauen in europäische Außenpolitik.
Die EU setzt mit diesem Darlehen auf externe Migrationssteuerung als außenpolitisches Instrument, ein Modell, das seit dem Türkei-Abkommen 2016 wiederholt angewendet wird. Offen bleibt, welche konkreten Bedingungen Ägypten erfüllen muss und wie die Mittelverwendung kontrolliert wird. Eine stärkere zivilgesellschaftliche Beteiligung bei der Ausgestaltung solcher Partnerschaften könnte deren Legitimität und Wirksamkeit erhöhen.