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Thursday, 24. September 2026
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Wissenschaft & Gesundheit

Ex-Google-Sicherheitschef warnt: KI gefährdet Kinder stärker als Social Media

Ein ehemaliger Google-Sicherheitsexperte warnt vor erheblichen Risiken durch Künstliche Intelligenz für Kinder und Jugendliche und sieht die Tech-Industrie auf dem Weg, frühere Fehler aus der Social-Media-Ära zu wiederholen. Um gegenzusteuern, wurde ein spezialisiertes Institut für Kinder-KI-Sicherheit gegründet, das verbindliche Schutzstandards erarbeiten soll. Für Mecklenburg-Vorpommern bedeutet diese Entwicklung, dass Eltern, Schulen und Fachkräfte frühzeitig über die spezifischen Risiken von KI-Anwendungen für Minderjährige aufgeklärt werden sollten. Die Beteiligung großer KI-Anbieter an dem Institut weckt Hoffnung auf praxiswirksame Schutzmaßnahmen, deren wissenschaftliche Belastbarkeit jedoch erst durch unabhängige Forschung bestätigt werden muss.

Der Schutz von Kindern im digitalen Raum ist eine zentrale gesellschaftliche Aufgabe, die demokratische Regulierung und zivilgesellschaftliches Engagement erfordert. Ohne verbindliche Standards besteht das Risiko, dass Millionen junger Menschen täglich Chatbots nutzen, die ohne ausreichende Schutzmaßnahmen entwickelt wurden. Ein unabhängiges Institut, das Technikkonzerne zur Rechenschaft zieht, stärkt die Balance zwischen Innovation und dem Grundrecht auf einen sicheren Aufwachsraum.

Das Thema KI-Sicherheit für Kinder gewinnt auch in Deutschland an politischer Dringlichkeit, da regulatorische Rahmenbedingungen wie der EU AI Act erst schrittweise greifen. Schulen, Eltern und Jugendhilfeeinrichtungen in Mecklenburg-Vorpommern stehen vor der Herausforderung, Kinder im Umgang mit KI-Systemen zu begleiten, ohne klare Herstellervorgaben. Das Modell des Youth AI Safety Institute zeigt, wie zivilgesellschaftliche Organisationen technologische Verantwortung einfordern und Brücken zwischen Regulierung und Praxis bauen können.