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Thursday, 17. September 2026
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Demokratie & Zivilgesellschaft

Exilierte Journalist:innen führen durch Berlin – und erzählen ihre Wahrheit

Exilierte Journalist:innen führen in Berlin Menschen durch die Stadt und erzählen dabei von Pressefreiheit, politischer Verfolgung und dem Leben im Exil. Das Projekt von CORRECTIV und querstadtein e.V. verbindet politische Bildung mit persönlichen Erfahrungen und gibt Menschen eine öffentliche Stimme, die in ihren Heimatländern zum Schweigen gebracht wurden. Es zeigt, wie zivilgesellschaftliche Organisationen und unabhängiger Journalismus gemeinsam demokratische Werte erfahrbar machen können. Solche Formate stärken das Verständnis dafür, wie wichtig freie Presse für eine funktionierende Demokratie ist.

Pressefreiheit ist keine abstrakte Idee – sie entscheidet darüber, wer gehört wird und wer nicht. Wenn exilierte Journalist:innen ihre Geschichten öffentlich erzählen dürfen, stärkt das das kollektive Bewusstsein dafür, wie kostbar unabhängige Berichterstattung ist. Das Projekt macht unsichtbare Erfahrungen sichtbar und trägt damit aktiv zur demokratischen Kultur bei.

Exiljournalismus ist kein Nischenthema – weltweit sind Tausende Medienschaffende auf der Flucht, weil sie ihren Job gemacht haben. Stadtführungen als Format für politische Bildung sind niedrigschwellig und wirksam zugleich. Solche Kooperationsmodelle zwischen investigativem Journalismus und zivilgesellschaftlichen Vereinen könnten auch in anderen Städten – und in Mecklenburg-Vorpommern – als Vorbild dienen, um Fragen von Pressefreiheit und Demokratie in den öffentlichen Raum zu bringen.