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Thursday, 17. September 2026
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Demokratie & Zivilgesellschaft

Faktencheck: ARD-Bericht über Ceuta war korrekt

Rechte Politiker haben versucht, die ARD-Tagesschau mit einem haltlosen Vorwurf zu diskreditieren: Die Berichterstattung über Schwimmzeiten auf der Migrationsroute nach Ceuta war korrekt. Schwimmdistanz und -dauer variieren je nach Einstiegspunkt erheblich, weshalb eine Angabe von bis zu vier Stunden sachlich zutreffend ist. Solche gezielten Angriffe auf den öffentlich-rechtlichen Rundfunk sind kein Einzelfall, sondern Teil einer Strategie, die seriöse Berichterstattung über Migration systematisch delegitimieren will. Wer den öffentlich-rechtlichen Rundfunk schwächt, schwächt damit auch eine der wenigen Institutionen, die strukturell unabhängig von Werbeinteressen und Konzernmacht berichten kann.

Gezielte Desinformationskampagnen gegen öffentlich-rechtliche Medien schwächen das Vertrauen in seriösen Journalismus – ein Angriff, der letztlich allen schadet, die auf verlässliche Information angewiesen sind. Wer systematisch Lügen unterstellt, wo keine sind, betreibt Meinungsmanipulation zu Lasten einer informierten Öffentlichkeit. Funktionierende Faktenchecks sind daher kein Luxus, sondern ein demokratisches Grundwerkzeug.

Der Fall zeigt ein bekanntes Muster: Politische Akteure nutzen technische Ungenauigkeiten oder bewusst vereinfachte Darstellungen, um Medien grundsätzlich zu delegitimieren. Dabei geht es selten um Wahrheit, sondern um die Botschaft, dass man niemandem mehr glauben kann. Faktenchecks wie dieser stärken die Medienkompetenz und geben Bürgerinnen und Bürgern Werkzeuge an die Hand, Manipulation zu erkennen.