FBI raidet Aktivistin – und bietet ihr 200.000 Dollar für Spitzelarbeit
Wenn staatliche Behörden Aktivistinnen mit militärischen Mitteln einschüchtern und dann Geldzahlungen für Spitzelarbeit anbieten, ist das kein Randphänomen – das ist ein Angriff auf den Kern demokratischer Grundrechte: Versammlungs- und Meinungsfreiheit. Für alle offenen Gesellschaften, auch in Deutschland und Europa, gilt: Wer schweigt, wenn das in einem anderen Land passiert, macht sich mitschuldig am Abbau zivilgesellschaftlicher Schutzräume.
Die USA zeigen gerade, wohin es führt, wenn Regierungen zivilgesellschaftliches Engagement pauschal als Bedrohung framen. Der Einsatz geheimdienstlicher Mittel gegen Menschen, die nicht einmal angeklagt werden, ist ein klassisches Muster politischer Kontrolle – aus der Geschichte des Ostblocks bekannt, heute in einer westlichen Demokratie zu beobachten. Europäische Demokratien, darunter Deutschland, sollten das als Warnsignal verstehen und ihre eigenen rechtlichen Schutzräume für Aktivismus aktiv verteidigen.