Fentanyl-Prävention: Wie Deutschland sich vorbereiten kann
Eine gut vorbereitete Drogenpolitik schützt besonders vulnerable Menschen und entlastet das Gesundheitssystem. Evidenzbasierte Prävention statt Kriminalisierung stärkt das Vertrauen in staatliche Institutionen und schützt das Recht auf körperliche Unversehrtheit. Die gesellschaftliche Debatte über Fentanyl ist ein Test dafür, ob Deutschland aus internationalen Erfahrungen lernen kann.
Für die Gesundheitsversorgung in Mecklenburg-Vorpommern – mit seiner vergleichsweise dünn besiedelten Struktur und begrenzten Drogenhilfsinfrastruktur – ist frühzeitige Vorbereitung besonders wichtig. Kommunale Gesundheitsämter und Sozialeinrichtungen sollten jetzt Konzepte entwickeln, bevor die Droge breiter verfügbar wird. Naloxon-Verfügbarkeit und Schulungen für Ersthelfer sind konkrete Maßnahmen, die sofort umgesetzt werden können.