Fischotter-Tunnel auf Usedom: Artenschutz für Millionen
Fischotter sind in Deutschland streng geschützt und auf Gewässerkorridore angewiesen – Straßen zerschneiden diese Wege und führen regelmäßig zu Tiertod. Solche Bauwerke sind keine Kür, sondern gesetzliche Pflicht und Teil einer langfristigen Biodiversitätsstrategie, die auch dem Ökosystem Ostseeküste zugutekommt. Die Kosten sind real, aber der Schaden durch weiteres Artensterben lässt sich nicht rückgängig machen.
Usedom ist als Insel mit vielen Fließgewässern und Boddenlandschaften ein wichtiger Lebensraum für den Fischotter. Querungsbauwerke wie dieser Tunnel sind bundesweit Teil von Straßenbauprogrammen und werden durch den Bund finanziert – die eigentliche Frage ist, ob die begleitende Kommunikation vor Ort funktioniert und ob lokale Kritik ernst genommen wird. Solche Projekte brauchen mehr Transparenz und frühzeitige Beteiligung, damit Akzeptanz entsteht statt Verärgerung.