Forschungskürzungen bremsen Wohlstand für Jahrzehnte
Staatliche Investitionen in Forschung und Entwicklung sind keine Ausgaben, sondern Vorsorge für gesellschaftlichen Wohlstand – das belegt die Studie eindrücklich. Für eine offene Gesellschaft bedeutet wissenschaftliche Innovation auch Unabhängigkeit: Wer Forschung finanziert, gestaltet, welche Lösungen für gesellschaftliche Herausforderungen entstehen. Kürzungen gefährden nicht nur Wirtschaftswachstum, sondern auch die Fähigkeit demokratischer Gesellschaften, auf Krisen eigenständig zu reagieren.
Mecklenburg-Vorpommern steht als Bundesland mit mehreren Universitäten und Forschungseinrichtungen vor der konkreten Frage, wie Forschungsfinanzierung langfristig gesichert werden kann. Die Erkenntnisse der Studie sollten Landespolitik und Kommunen ermutigen, Wissenschaftsförderung als strukturpolitisches Instrument zu verstehen und auszubauen. Gerade in einer Region, die auf den Strukturwandel angewiesen ist, kann gezielte Forschungsförderung Innovationsökosysteme entstehen lassen, die nachhaltigen wirtschaftlichen Aufschwung ermöglichen.