Fossile Preise treiben Inflation – EZB-Zinsen bremsen Erneuerbare
Die Studie legt offen, dass die derzeitige Geldpolitik strukturell denjenigen schadet, die die Energiewende finanzieren wollen – Kommunen, Genossenschaften und Privatpersonen. Eine Inflationsbekämpfung, die erneuerbare Energien verteuert und fossile Abhängigkeit konserviert, gefährdet langfristig sowohl die Preisstabilität als auch die soziale Teilhabe an der Energiewende. Gesellschaftlich relevant ist diese Erkenntnis, weil sie zeigt, dass Klimapolitik und Geldpolitik nicht länger getrennt voneinander gedacht werden können.
Für Mecklenburg-Vorpommern bedeutet das konkret: Bürgerenergiegenossenschaften, die Windparks oder Solaranlagen über Kredite finanzieren, zahlen unter hohen Zinsen deutlich mehr und verlieren Wettbewerbsfähigkeit gegenüber fossilen Alternativen. Der Aufbau kommunaler Energieinfrastruktur – etwa Wärmenetze oder Batteriespeicher – wird teurer und verlangsamt sich. Gleichzeitig zeigt die Forschung den Ausweg: Je schneller die Region ihre Energieversorgung auf Erneuerbare umstellt, desto unabhängiger wird sie von den globalen Preisschocks bei Öl und Gas.