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Thursday, 6. August 2026
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International

Frankreich: Erstes EU-Land verbietet Social Media für unter 15-Jährige

Frankreich hat als erstes EU-Land ein gesetzliches Verbot sozialer Medien für Kinder und Jugendliche unter 15 Jahren verabschiedet. Das Parlament stimmte mit großer Mehrheit dafür, das Gesetz soll nach den Sommerferien in Kraft treten. Ziel ist ein besserer Schutz Minderjähriger vor den Risiken digitaler Plattformen. Das Gesetz könnte als Vorbild für weitere EU-Staaten wie Deutschland dienen und die Debatte über einen einheitlichen europäischen Kinder- und Jugendmedienschutz neu beleben.

Der Schutz von Minderjährigen vor den nachgewiesenen psychischen Risiken sozialer Medien ist eine gesamtgesellschaftliche Aufgabe, die demokratische Handlungsfähigkeit gegenüber mächtigen Plattformkonzernen demonstriert. Frankreichs Entscheidung zeigt, dass staatliche Regulierung im digitalen Raum möglich ist und stärkt die Idee, dass Grundrechte wie das Recht auf eine gesunde Entwicklung auch online durchsetzbar sind.

Als EU-Pionier schafft Frankreich einen Präzedenzfall, der die Debatte auf europäischer Ebene beschleunigen dürfte. Deutschland und die EU-Kommission stehen nun unter Druck, vergleichbare Regelungen zu diskutieren. Für Eltern, Schulen und Jugendeinrichtungen in Mecklenburg-Vorpommern bietet das französische Modell konkrete Anknüpfungspunkte für die eigene Medienbildungsarbeit.