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Thursday, 17. September 2026
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Demokratie & Zivilgesellschaft

Frankreich vor der Wahl: Warum Le Pen so stark ist

Marine Le Pen liegt in französischen Umfragen vorne – nicht weil ihr Programm überzeugt, sondern weil demokratische Parteien das Gefühl von Unsichtbarkeit und Abstiegsangst vieler Menschen systematisch ignorieren. Dieses Muster ist aus Ostdeutschland bekannt: Wer sich von der Politik vergessen fühlt, wendet sich irgendwann denjenigen zu, die zumindest zuhören – auch wenn deren Antworten keine echten Lösungen bieten. Der Artikel zeigt, dass Rechtspopulismus kein Rätsel ist, sondern eine Quittung für politisches Versagen. Gegensteuern bedeutet: Anerkennung ernst nehmen, soziale Krisen konkret benennen und Beteiligung dort ermöglichen, wo Menschen tatsächlich leben.

Wenn Rechtspopulismus wächst, schrumpfen demokratische Spielräume für alle – besonders für jene ohne Lobby. Der Blick auf Frankreich zeigt, dass es nicht reicht, gegen Le Pen zu sein: Demokratische Politik muss liefern, zuhören und gesellschaftliche Spaltung aktiv angehen. Das ist eine Lektion, die auch für die Demokratie in Ostdeutschland gilt.

Der Aufstieg Le Pens in Frankreich ist kein Ausreißer, sondern ein Muster, das sich in vielen europäischen Ländern wiederholt – auch in Mecklenburg-Vorpommern, wo AfD-Ergebnisse zeigen, dass sich viele Menschen von der Demokratie nicht mehr vertreten fühlen. Die Frage ist nicht nur, wie man Rechtspopulismus bekämpft, sondern welche Versprechen demokratische Parteien brechen müssen, damit Menschen sich abwenden. Konkrete Antworten auf Wohnungsnot, Pflegemangel und wirtschaftliche Unsicherheit sind keine Almosen – sie sind die Grundlage dafür, dass Demokratie überhaupt funktioniert.