Fremde Schildkröten verdrängen heimische Art in deutschen Gewässern
Der unkontrollierte Eintrag invasiver Tierarten in natürliche Ökosysteme bedroht die biologische Vielfalt, die Grundlage stabiler Ökosysteme und damit auch wichtiger Ökosystemleistungen für die Gesellschaft ist. Das Thema zeigt, wie individuelle Entscheidungen beim Haustierhandel weitreichende ökologische Konsequenzen haben können und verdeutlicht die Notwendigkeit gesellschaftlicher Verantwortung im Umgang mit Wildtieren.
Für Mecklenburg-Vorpommern mit seiner dichten Gewässerlandschaft aus Seen, Flüssen und Küstengebieten ist das Thema invasiver Schildkrötenarten besonders relevant, da geeignete Lebensräume reichlich vorhanden sind. Die heimische Europäische Sumpfschildkröte ist in MV ohnehin selten und stark gefährdet, sodass zusätzlicher Konkurrenzdruck durch ausgesetzte Exoten die lokalen Bestände weiter schwächen könnte. Kommunen und Naturschutzverbände können durch gezielte Kartierungen und Aufklärungskampagnen aktiv gegensteuern.