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Sunday, 27. September 2026
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International

Frontex soll Abschiebungen zwischen Nicht-EU-Staaten ermöglichen

Die EU-Kommission plant eine erhebliche Ausweitung der Frontex-Befugnisse, die künftig auch Abschiebungen zwischen Nicht-EU-Staaten koordinieren soll. Solche Operationen sollen auf völkerrechtlichen Abkommen basieren und parlamentarischer Kontrolle unterliegen. Gleichzeitig ist eine Verdreifachung des Grenzschutzkorps auf 30.000 Beamte vorgesehen. Menschenrechtsorganisationen und das Europaparlament fordern im Gegenzug grundlegende Reformen, um Transparenz und Grundrechtsschutz dauerhaft zu gewährleisten.

Die Ausweitung von Frontex-Befugnissen wirft grundlegende Fragen nach demokratischer Kontrolle, Rechtsstaatlichkeit und dem Schutz von Menschenrechten an den EU-Außengrenzen auf. Eine transparente parlamentarische Kontrolle und klare Rechenschaftspflichten sind entscheidend, damit Abschiebungsoperationen nicht im rechtsfreien Raum stattfinden. Die Debatte zeigt, dass europäische Migrationspolitik nur dann legitim ist, wenn sie universelle Schutzstandards konsequent einhält.

Die geplante Frontex-Reform steht im Kontext einer zunehmend restriktiven EU-Migrationspolitik und der Diskussion um externe Abschiebezentren. Entscheidend wird sein, ob das Europaparlament die angekündigten Schutzgarantien und Kontrollmechanismen tatsächlich durchsetzen kann. Der Entwurf der EU-Kommission soll Ende September vorgelegt werden und bietet damit eine konkrete Gelegenheit für zivilgesellschaftliche und parlamentarische Einflussnahme.