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Wednesday, 16. September 2026
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Wissenschaft & Gesundheit

Fusionskraftwerk für KI-Rechenzentren: Strom direkt vom Plasma

Ein neues Konzept namens MetroVolt beschreibt ein Fusionskraftwerk auf Basis von Deuterium und Helium-3, das Gleichstrom direkt aus dem Plasma erzeugt und damit energieintensive KI-Rechenzentren effizienter versorgen könnte. Durch den Wegfall mehrerer Umwandlungsschritte steigt die Energieeffizienz erheblich, und die geringe Neutronenstrahlung macht das System strahlungsärmer als herkömmliche Kernspaltungsreaktoren. Für Mecklenburg-Vorpommern, das sich als Standort für Rechenzentren und Energieinnovationen positioniert, könnten solche Technologien langfristig relevant werden – allerdings befindet sich die Fusionsforschung insgesamt noch in einem frühen Entwicklungsstadium, sodass ein praktischer Einsatz frühestens in einigen Jahrzehnten realistisch erscheint. Bürgerinnen und Bürger sollten solche Konzeptstudien als Forschungsimpuls einordnen, nicht als kurzfristig verfügbare Lösung für den aktuellen Energiebedarf.

KI-Rechenzentren wachsen so schnell, dass der Stromnetzausbau kaum mithalten kann – ein zentrales gesellschaftliches Problem. Sollte sich diese Fusionstechnologie realisieren lassen, könnten Datenzentren künftig autark mit sauberem, netzunabhängigem Strom versorgt werden, ohne lange Wartezeiten beim Netzanschluss. Das Konzept befindet sich jedoch noch im theoretischen Planungsstadium und setzt voraus, dass die Fusionsforschung erhebliche technische Hürden überwindet.