Kooperationen
Gebäudetyp E: Weniger Vorschriften für günstigeres Bauen
Überbordende Normen und Vorschriften treiben die Baukosten in Deutschland in die Höhe und erschweren besonders für Kommunen und einkommensschwächere Haushalte den Zugang zu bezahlbarem Wohnraum. Mit dem Gebäudetyp E wird ein innovatives Baumodell vorgestellt, das durch den gezielten Verzicht auf bestimmte Standardvorschriften deutliche Kosteneinsparungen ermöglicht. Kommunen und Bauträger könnten von einer breiten Einführung dieses Modells profitieren und so dringend benötigten Wohnraum zu vertretbaren Preisen schaffen. Eine schrittweise Ausweitung des Modells könnte als Blaupause für eine moderne und praxisnahe Baupolitik in ganz Deutschland dienen.
Bezahlbarer Wohnraum ist eine Grundvoraussetzung für gesellschaftliche Teilhabe und soziale Stabilität. Wenn regulatorische Vereinfachungen dazu beitragen, Wohnraum für breite Bevölkerungsschichten erschwinglich zu machen, ist das ein direkter Beitrag zur sozialen Gerechtigkeit und zur Attraktivität des ländlichen Raums.
Mecklenburg-Vorpommern kämpft wie viele ostdeutsche Bundesländer mit Wohnraumknappheit in Städten und gleichzeitigem Leerstand im ländlichen Raum. Der Gebäudetyp E könnte vor allem im ländlichen Bereich neue Möglichkeiten für gemeinschaftliches und kostengünstiges Bauen eröffnen. Kommunen und Genossenschaften sollten die Entwicklung dieses Baumodells aktiv verfolgen.