Geflüchtete und Polizeiorchester im Dialog auf der Inselbühne
Das Projekt stärkt den gesellschaftlichen Zusammenhalt, indem es marginalisierte Stimmen in den öffentlichen Kulturraum bringt und gleichzeitig das Verhältnis zwischen Geflüchteten und staatlichen Institutionen konstruktiv neu gestaltet. Solche Begegnungsformate fördern Vertrauen und Verständigung dort, wo strukturelle Barrieren häufig Dialog verhindern. Für eine offene Gesellschaft sind gerade solche unerwarteten Kooperationen wertvoll, weil sie Vorurteile auf beiden Seiten abbauen.
Das Potsdamer Modell zeigt, wie Kultur- und Sicherheitsinstitutionen gemeinsam Räume des Dialogs schaffen können – ein Ansatz, der auch in Mecklenburg-Vorpommern übertragbar wäre, etwa durch Kooperationen zwischen Kulturzentren, Polizei und Geflüchtetenunterkünften. Poetry-Formate haben sich als niedrigschwelliger Zugang zur gesellschaftlichen Teilhabe bewährt und könnten in der Fläche des Landes neue Impulse setzen. Die Verbindung von sprachlichem Ausdruck und Musik macht das Format besonders zugänglich und wirksam.