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Monday, 14. September 2026
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Kooperationen

Gemeinschaftlich wohnen: Cohousing-Projekte stärken Zusammenhalt im Alter

Gemeinschaftliche Wohnprojekte nach dem Cohousing-Modell gewinnen auch international an Bedeutung als wirksame Antwort auf soziale Isolation im Alter. Das Genossenschaftsmodell, bei dem Immobilien kollektiv und unveräußerlich im Gemeinschaftsbesitz verbleiben, stärkt nachweislich die psychosoziale Gesundheit und fördert aktives Altern. Forschungsergebnisse belegen den positiven Effekt solcher Strukturen auf den gesellschaftlichen Zusammenhalt, was das Modell als übertragbares Konzept auch für Mecklenburg-Vorpommern interessant macht. Für eine Umsetzung werden engagierte Initiatoren, geeignete Grundstücke sowie die Unterstützung von Kommunen und Wohnungsbaugenossenschaften benötigt.

Cohousing-Modelle adressieren zwei der drängendsten Herausforderungen offener Gesellschaften: soziale Isolation im Alter und die Entkopplung von Eigentum und gemeinschaftlicher Teilhabe. Indem sie Bewohnende zu Mitgestaltern ihrer Lebensumgebung machen, stärken sie Selbstwirksamkeit, Solidarität und zivilgesellschaftliche Verantwortung. Solche genossenschaftlichen Strukturen sind ein konkreter Baustein für eine Gesellschaft, die auf Kooperation statt Konkurrenz setzt.

Gemeinschaftliche Wohnprojekte wie Los Girasoles zeigen, dass solidarische Wirtschaftsmodelle im Wohnbereich praktisch umsetzbar sind und echten gesellschaftlichen Mehrwert schaffen. Für strukturschwache Regionen wie Mecklenburg-Vorpommern, wo Überalterung und Landflucht besondere Herausforderungen darstellen, bietet das Cohousing-Modell übertragbare Ansätze. Bestehende Genossenschaften, Kommunen und Wohlfahrtsverbände könnten solche Projekte gemeinsam initiieren und damit ländliche Gemeinschaften neu beleben.