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Tuesday, 15. September 2026
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Wissenschaft & Gesundheit

Gene entscheiden: Wer Low-Carb schadet sich beim Cholesterin

Eine aktuelle Studie belegt, dass kohlenhydratarme Ernährung bei Menschen mit genetischer Veranlagung zu hohem Cholesterin den LDL-Wert deutlich stärker erhöhen kann, insbesondere in Kombination mit gesättigten Fetten. Dies erklärt, warum gleiche Diäten bei verschiedenen Personen so unterschiedlich wirken. Für die Gesundheitsversorgung in Mecklenburg-Vorpommern bedeutet dies, dass genetische Tests künftig eine wichtigere Rolle in der Ernährungsberatung spielen könnten. Betroffene sollten gemeinsam mit ihren Hausärzten individuelle Ernährungsstrategien entwickeln, anstatt pauschale Diätempfehlungen zu befolgen.

Die Forschung unterstreicht, dass pauschale Ernährungsempfehlungen nicht für alle Menschen gleichermaßen gelten und individuelle genetische Faktoren in der Präventionsmedizin stärker berücksichtigt werden sollten. Für eine offene Gesellschaft bedeutet das, Gesundheitsinformation differenzierter und zielgruppenspezifischer zu kommunizieren, statt auf einheitliche Ratschläge zu setzen.

Die Studie liefert einen wichtigen Beitrag zur personalisierten Medizin und stärkt die wissenschaftliche Grundlage für individualisierte Ernährungsberatung in der Prävention von Herz-Kreislauf-Erkrankungen. Hausärzte und Ernährungsberater könnten künftig genetische Prädispositionen systematischer in ihre Empfehlungen einbeziehen, was langfristig Kosten im Gesundheitssystem senken kann.