Geometrie ist keine rein menschliche Fähigkeit – Affen denken mit
Die Erkenntnis, dass grundlegende kognitive Fähigkeiten wie geometrisches Denken evolutionär geteilt werden, verändert das Bild vom Menschen als einzigartigem Vernunftwesen. Das stärkt ein naturwissenschaftlich fundiertes Verständnis von Kognition und Bildung und kann Debatten über tierisches Bewusstsein und artgerechte Haltung bereichern. Für eine offene Gesellschaft ist wissenschaftliche Neugier über die eigenen Ursprünge ein Baustein für kritisches, empirisch gestütztes Denken.
Die Studie liefert belastbare Evidenz für evolutionäre Kontinuität kognitiver Fähigkeiten zwischen Menschen und nichtmenschlichen Primaten. Das wirft neue Fragen für die Kognitionswissenschaft, die frühkindliche Bildungsforschung und die Tierpsychologie auf. Zukünftige Studien könnten untersuchen, ob diese geometrische Intuition gezielt in der Vorschulpädagogik genutzt werden kann.