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Thursday, 6. August 2026
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Wissenschaft & Gesundheit

Geometrie ist keine rein menschliche Fähigkeit – Affen denken mit

Eine aktuelle Studie der Carnegie Mellon University belegt, dass geometrisches Denken keine exklusiv menschliche Fähigkeit ist, sondern tief in der Evolutionsgeschichte der Primaten verwurzelt sein dürfte. Rhesusaffen, Olivenpaviane und Kleinkinder erkannten geometrische Beziehungen in Experimenten ähnlich intuitiv wie Erwachsene. Die in den Proceedings of the National Academy of Sciences veröffentlichten Ergebnisse geben Hinweise darauf, dass grundlegende kognitive Fähigkeiten früher in der Evolution entstanden als bisher angenommen. Für die Gesundheitsversorgung in Mecklenburg-Vorpommern sind solche Erkenntnisse langfristig relevant, etwa für die frühkindliche Förderung und das Verständnis kognitiver Entwicklung bei Kindern.

Die Erkenntnis, dass grundlegende kognitive Fähigkeiten wie geometrisches Denken evolutionär geteilt werden, verändert das Bild vom Menschen als einzigartigem Vernunftwesen. Das stärkt ein naturwissenschaftlich fundiertes Verständnis von Kognition und Bildung und kann Debatten über tierisches Bewusstsein und artgerechte Haltung bereichern. Für eine offene Gesellschaft ist wissenschaftliche Neugier über die eigenen Ursprünge ein Baustein für kritisches, empirisch gestütztes Denken.

Die Studie liefert belastbare Evidenz für evolutionäre Kontinuität kognitiver Fähigkeiten zwischen Menschen und nichtmenschlichen Primaten. Das wirft neue Fragen für die Kognitionswissenschaft, die frühkindliche Bildungsforschung und die Tierpsychologie auf. Zukünftige Studien könnten untersuchen, ob diese geometrische Intuition gezielt in der Vorschulpädagogik genutzt werden kann.