Gericht stoppt Honorarkürzungen für Psychotherapeuten
Eine stabile psychotherapeutische Versorgung ist eine Grundvoraussetzung für die seelische Gesundheit der Bevölkerung und damit für den gesellschaftlichen Zusammenhalt. Honorarkürzungen, die Praxisschließungen nach sich ziehen könnten, würden die ohnehin langen Wartezeiten für Patientinnen und Patienten weiter verschlimmern und den Zugang zur Versorgung ungleich verteilen.
In strukturschwachen Regionen wie Mecklenburg-Vorpommern ist die psychotherapeutische Versorgung bereits jetzt eng bemessen, und jede Kürzung der Honorare erhöht das Risiko, dass Therapeutinnen und Therapeuten ihre Praxen aufgeben oder in Ballungszentren abwandern. Der gerichtliche Stopp gibt der Politik nun die Chance, eine tragfähige und faire Lösung zu erarbeiten, die sowohl die Versorgungssicherheit als auch die wirtschaftliche Stabilität der Praxen berücksichtigt.