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Thursday, 6. August 2026
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Regional MV

Göhren auf Rügen plant 50.000 Euro Bundesgeld für Großprojekt

Die Gemeinde Göhren auf Rügen plant, ihre 50.000 Euro aus dem Bundesinfrastrukturfonds als Hebel für ein größeres kommunales Investitionsprojekt einzusetzen. Das klingt strategisch sinnvoll, denn kleine Kommunen können mit solchen Mitteln allein kaum etwas Nachhaltiges stemmen. Was genau gebaut oder erneuert werden soll und wann konkret etwas passiert, ist aber noch völlig offen. Entscheidend wird sein, ob das Projekt am Ende den Menschen vor Ort zugutekommt oder vor allem gut in einer Förderbroschüre aussieht.

Kleine Gemeinden auf dem Land stehen vor der Daueraufgabe, mit knappen Mitteln Infrastruktur und Lebensqualität zu erhalten. Das Bündeln von Fördermitteln ist ein vernünftiger Ansatz, solange am Ende ein konkreter Nutzen für die Einwohnerinnen und Einwohner steht und nicht nur eine gut klingende Projektzahl in einem Förderbericht. Entscheidend wird sein, ob das Millionen-Projekt wirklich den Alltag der Menschen in Göhren verbessert oder vor allem Tourismus-Infrastruktur bedient.

Für ländliche Gemeinden in MV ist die Frage, wie Bundesmittel klug eingesetzt werden, hochrelevant. Das Modell, kleine Zuweisungen als Hebel für größere Projekte zu nutzen, kann funktionieren, setzt aber voraus, dass die Gesamtfinanzierung steht und das Projekt langfristig betrieben werden kann. Göhren sollte offen kommunizieren, wofür das Geld konkret verwendet wird und wer davon profitiert – die Einheimischen oder vor allem die Saison-Touristen.