Green Port Wismar: Windkraftanlage im Seehafen kurz vor Start
Hafenstandorte gehören zu den energieintensivsten Infrastrukturen überhaupt – eine eigene Windkraftanlage vor Ort reduziert nicht nur den CO2-Fußabdruck des Betriebs, sondern senkt langfristig die Energiekosten und stärkt die Versorgungssicherheit. Das ist ein Modell, das Signalwirkung für andere Industrie- und Gewerbestandorte in der Region hat. Wer zeigt, dass erneuerbare Eigenversorgung im Hafenbetrieb funktioniert, liefert ein handfestes Argument gegen das Festhalten an fossiler Energie in der Industrie.
Wismar entwickelt sich damit zu einem konkreten Referenzprojekt für die industrielle Energiewende an der Ostseeküste. Solche Anlagen auf Unternehmensgelände – sogenannte Direktversorgungsmodelle – sind skalierbar und könnten auch für benachbarte Industrie- und Gewerbeflächen in Nordwestmecklenburg interessant sein. Entscheidend wird sein, wie die erzeugte Energie abgerechnet und verteilt wird: Profitiert nur der Hafenbetreiber, oder gibt es Modelle, die weitere Akteure im Umfeld einbeziehen? Die nächsten Schritte nach Abschluss der Untersuchungen werden zeigen, wie ambitioniert der Zeitplan tatsächlich ist.