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Sunday, 13. September 2026
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Regional MV

Greifswald: 200 Millionen Euro – und die Baustellen stehen still

Greifswald hat 200 Millionen Euro für kommunale Infrastruktur eingeplant, doch Schulneubau, Theatersanierung und Kindergärten stagnieren. Planungsengpässe, fehlende Fachkräfte in der Bauverwaltung und langwierige Vergabeverfahren blockieren die Umsetzung. Während die Zahlen in Pressemitteilungen beeindruckend klingen, warten Kinder, Familien und Beschäftigte im Alltag weiter auf Einrichtungen, die eigentlich längst fertig sein sollten. Die Stadt braucht keine neuen Ankündigungen, sondern konkrete Lösungen für die Personalprobleme in der Verwaltung und schlankere Vergabeprozesse.

Funktionierende Schulen und Kitas sind keine Kür, sondern Grundvoraussetzung für Chancengleichheit und gesellschaftlichen Zusammenhalt. Wenn öffentliche Gelder zwar bewilligt, aber nicht verbaut werden, verlieren Bürgerinnen und Bürger das Vertrauen in die Handlungsfähigkeit ihrer Kommune. Das ist kein Greifswalder Sonderproblem – es zeigt, wie dringend Städte und Gemeinden in MV strukturelle Unterstützung bei der Projektsteuerung brauchen.

Greifswald steht stellvertretend für eine Herausforderung, die viele Kommunen in Mecklenburg-Vorpommern kennen: Geld ist da, aber die Kapazitäten zur Umsetzung fehlen. Lösungsansätze wie interkommunale Bauverwaltungen, externe Projektsteuerer oder standardisierte Planungsvorlagen für Schulbauten könnten helfen, den Stau aufzulösen. Entscheidend wird sein, ob die politisch Verantwortlichen konkrete Konsequenzen ziehen – oder ob es bei Bestandsaufnahmen bleibt.