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Monday, 14. September 2026
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Regional MV

Greifswald: WVG baut barrierefreie Wohnungen in der Innenstadt

Die WVG investiert 2,3 Millionen Euro in barrierefreie Wohnungen in der Greifswalder Innenstadt, die bis 2028 fertiggestellt sein sollen. Das klingt gut, solange man nicht fragt, wer sich diese Wohnungen am Ende leisten kann. Barrierefreiheit nützt wenig, wenn die Miete für Rentnerinnen und Menschen mit Behinderung schlicht nicht erschwinglich ist. Für den ländlichen Raum in Ludwigslust-Parchim bleibt die Frage offen, wann solche Investitionen auch abseits der Universitätsstädte ankommen.

Barrierefreier Wohnraum ist für eine alternde Gesellschaft dringend nötig – in MV besonders, wo der demografische Wandel stark spürbar ist. Der gesellschaftliche Mehrwert hängt aber entscheidend davon ab, ob die Wohnungen auch für Menschen mit mittleren und niedrigen Einkommen erschwinglich bleiben. Teurer barrierefreier Wohnraum löst das Zugangsproblem für jene, die ihn am nötigsten brauchen, nicht.

Greifswald ist eine Universitätsstadt mit gut vernetzter Infrastruktur – was es leichter macht, solche Projekte anzuschieben als im ländlichen MV. Die eigentliche Herausforderung bleibt, barrierefreies Wohnen flächendeckend und bezahlbar zu realisieren, nicht nur innenstadtnah für zahlungskräftige Mieter. Kommunen und Wohnungsbaugesellschaften in der Fläche brauchen bessere Fördermechanismen, damit solche Investitionen nicht nur in Städten möglich sind.