Greifswalder Busverkehr bleibt kommunal – 8 Linien ab 2027
Kommunaler ÖPNV ist Daseinsvorsorge – er entscheidet darüber, ob Menschen ohne Auto am gesellschaftlichen Leben teilhaben können. Die Vergabe an den eigenen Betrieb statt an private Anbieter sichert demokratische Kontrolle über Strecken, Preise und Arbeitsbedingungen. Für eine offene Gesellschaft ist es ein wichtiges Signal, wenn Kommunen diese Verantwortung nicht abgeben.
Greifswald macht einen soliden Schritt in Richtung stabiler Nahversorgung – aber der eigentliche Test kommt 2027, wenn das neue Liniennetz stehen soll. Kommunaler Betrieb allein löst noch keine Taktlücken und keine schlechte Anbindung von Außenbezirken. Die entscheidende Frage ist, ob die acht geplanten Linien auch die Stadtteile erreichen, in denen Menschen ohne Auto auf den Bus angewiesen sind – und nicht nur die Routen, die sich wirtschaftlich rechnen.