Greifswalder Kinderärztin unter Deutschlands Besten
In einer Region, in der Kinderärzte auf dem Land Mangelware sind, sendet eine solche Auszeichnung ein wichtiges Signal: Qualitativ hochwertige Medizin ist auch außerhalb der Metropolen möglich. Das stärkt das Vertrauen in regionale Gesundheitsversorgung – und kann dazu beitragen, Fachkräfte zu motivieren, sich für Stellen in MV zu entscheiden. Gleichzeitig darf das Lob für Einzelpersonen nicht darüber hinwegtäuschen, dass die Unterversorgung im ländlichen Raum strukturell bleibt.
Für Familien in Vorpommern und ganz MV ist diese Nachricht konkret: Es gibt hier eine Anlaufstelle, die bundesweit anerkannt ist. Für die Gesundheitspolitik sollte das Anlass sein zu fragen, wie solche Leuchtturm-Medizinerinnen dauerhaft in der Region gehalten werden können – und wie ihre Arbeit strukturell abgesichert wird, wenn die nächste Förderlücke kommt. Die Unimedizin Greifswald als Knotenpunkt für die Fläche braucht nicht nur Applaus, sondern verlässliche Rahmenbedingungen.