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Saturday, 20. June 2026
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Regional MV

Greifswalder Medien-Schule schließt – Azubis und Lehrer vor dem Nichts

Die Medien- und Informatikschule in Greifswald schließt – und Auszubildende sowie Lehrkräfte wurden offenbar nicht rechtzeitig einbezogen. Für die Azubis ist jetzt entscheidend, dass Kammern, Betriebe und die Arbeitsagentur schnell und koordiniert handeln, damit niemand ohne Abschluss dasteht. Solche Schließungen zeigen, wie fragil Bildungsangebote im ländlichen Raum sind und wie wichtig es wäre, Träger frühzeitig in die Pflicht zu nehmen, bevor der Schaden entstanden ist.

Wenn eine Berufsschule schließt, verlieren junge Menschen nicht nur einen Ausbildungsplatz – sie verlieren Orientierung in einer Phase, die über ihre berufliche Zukunft entscheidet. In einer Region wie Vorpommern, wo Bildungsangebote ohnehin dünn gesät sind, wiegt jeder Wegfall schwerer als anderswo. Die Frage, wer die Verantwortung für die betroffenen Azubis jetzt übernimmt, ist keine Verwaltungsfrage, sondern eine Frage der gesellschaftlichen Verlässlichkeit.

Für Vorpommern ist der Verlust einer spezialisierten Berufsschule im Medien- und Informatikbereich ein konkreter Rückschlag für die Fachkräfteentwicklung in der Region. Junge Menschen, die sich für einen Beruf in diesem Bereich entschieden haben, stehen nun vor der Frage, ob sie ihren Weg überhaupt in MV zu Ende gehen können oder abwandern müssen. Träger, Politik und Kammern sind jetzt gefordert, schnell und unbürokratisch Lösungen zu schaffen – nicht irgendwann, sondern bevor das nächste Ausbildungsjahr beginnt.