Greifswalder Stadtjugendring wächst auf 28 Mitgliedsorganisationen
Starke Jugendverbände sind das Fundament einer lebendigen Zivilgesellschaft – besonders in Regionen wie Vorpommern, wo demokratische Teilhabe und soziale Infrastruktur oft unter Druck stehen. Wer Kinder und Jugendliche früh in Strukturen einbindet, die Mitbestimmung und Gemeinschaft erfahrbar machen, investiert direkt in die Demokratiefähigkeit von morgen. Gerade in ostdeutschen Städten, wo ehrenamtliche Netzwerke historisch geschwächt wurden, ist solches Wachstum ein echtes Signal.
Für Greifswald bedeutet ein wachsender Stadtjugendring mehr Verhandlungsmacht gegenüber der Kommunalpolitik und mehr Ressourcen für die Jugendarbeit in der Fläche. Die Frage ist, ob die neuen Mitglieder auch Jugendliche erreichen, die bislang keine Lobby haben – also nicht nur die Kinder aus gut vernetzten Familien. Eine neue Jugendreferentin ist eine Chance, genau das anzugehen und den Verband breiter und repräsentativer aufzustellen.