Hagenow schließt Smart-City-Projekt ab – unter Budget
Kommunale Digitalisierungsprojekte können dem ländlichen Raum zugutekommen, wenn sie auf echte Alltagsprobleme zugeschnitten sind und nicht nur technische Schaufensterprojekte bleiben. Der sparsame Umgang mit Fördermitteln ist ein positives Signal – entscheidend ist nun, ob die umgesetzten Lösungen langfristig gepflegt werden und tatsächlich von der Bevölkerung genutzt werden. Solche Projekte stärken nur dann die Lebensqualität, wenn Kommunen auch nach Projektende die nötigen Ressourcen für Wartung und Weiterentwicklung bereitstellen.
Hagenow kann als Modell für andere Kleinstädte in Mecklenburg-Vorpommern dienen – vorausgesetzt, die umgesetzten Lösungen laufen auch ohne Projektförderung weiter. Die entscheidende Frage ist, was nach dem Abschluss passiert: Werden die Info-Terminals gewartet, die digitalen Dienste aktuell gehalten, und erreichen sie wirklich alle Bevölkerungsgruppen – auch die älteren oder digital weniger versierten Bürgerinnen und Bürger? Andere Kommunen in der Region sollten genau hinsehen, welche der sieben Ideen übertragbar sind und welche nur unter spezifischen Bedingungen in Hagenow funktionierten.