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Thursday, 6. August 2026
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Hagenow schließt Smart-City-Projekt ab – unter Budget

Hagenow hat ein fünfjähriges Smart-City-Projekt mit sieben umgesetzten digitalen Maßnahmen und unter dem geplanten Budget von 570.000 Euro abgeschlossen. Das ist erst einmal eine gute Nachricht, denn in Mecklenburg-Vorpommern sind kommunale Digitalprojekte oft teurer als geplant oder scheitern ganz. Die eigentliche Frage ist jetzt aber, was die Info-Terminals und Co. im Alltag der Menschen leisten, wer sie tatsächlich nutzt und wer sie dauerhaft pflegt und finanziert. Kommunale Digitalisierung in der Fläche braucht nicht nur einen Projektabschluss, sondern einen langen Atem danach.

Kommunale Digitalisierungsprojekte können dem ländlichen Raum zugutekommen, wenn sie auf echte Alltagsprobleme zugeschnitten sind und nicht nur technische Schaufensterprojekte bleiben. Der sparsame Umgang mit Fördermitteln ist ein positives Signal – entscheidend ist nun, ob die umgesetzten Lösungen langfristig gepflegt werden und tatsächlich von der Bevölkerung genutzt werden. Solche Projekte stärken nur dann die Lebensqualität, wenn Kommunen auch nach Projektende die nötigen Ressourcen für Wartung und Weiterentwicklung bereitstellen.

Hagenow kann als Modell für andere Kleinstädte in Mecklenburg-Vorpommern dienen – vorausgesetzt, die umgesetzten Lösungen laufen auch ohne Projektförderung weiter. Die entscheidende Frage ist, was nach dem Abschluss passiert: Werden die Info-Terminals gewartet, die digitalen Dienste aktuell gehalten, und erreichen sie wirklich alle Bevölkerungsgruppen – auch die älteren oder digital weniger versierten Bürgerinnen und Bürger? Andere Kommunen in der Region sollten genau hinsehen, welche der sieben Ideen übertragbar sind und welche nur unter spezifischen Bedingungen in Hagenow funktionierten.